Vom Hörsaal auf die Baustelle

22.07.2026
Nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium des Bauingenieurwesens ist Michel vor wenigen Wochen als Bauleiter im Infrastruktur- und Verkehrswegebau bei STRABAG gestartet. Im Interview erzählt er von den ersten Wochen im Unternehmen, dem Mix aus Baustelle und Büro und warum ihm die Arbeit im Tiefbau so viel Freude macht.
Michel, Bauleiter beim Bremerhaven © STRABAG
© STRABAG

Michel, stell dich doch gerne kurz vor. Wer bist du und wie sah dein Weg bis zu STRABAG aus?

Michel: Ich komme ursprünglich aus Geestland bei Bremerhaven. Über familiäre Kontakte bin ich in die Baubranche gekommen und habe zunächst eine Ausbildung zum Steinmetz gemacht.
Während der Ausbildung habe ich gemerkt, dass mich neben dem Handwerk vor allem die Planung und die technischen Hintergründe interessieren. Deshalb habe ich anschließend Bauingenieurwesen an der TU Braunschweig studiert. Parallel dazu konnte ich in verschiedenen Ingenieurbüros praktische Erfahrungen sammeln. Im März habe ich schließlich meinen Bachelorabschluss gemacht.

Danach war für mich klar, ich möchte zurück in die Heimat. Also habe ich mich beruflich in der Region Bremerhaven orientiert und bin schließlich bei STRABAG gelandet.

Warum hast du dich für STRABAG entschieden und wie hast du deinen Berufseinstieg bisher erlebt?

Michel: STRABAG war für mich schon während des Studiums ein Begriff. Wenn man Bauingenieurwesen studiert, kommt man an dem Namen eigentlich
nicht vorbei.

Ausschlaggebend war aber vor allem das Gefühl im Bewerbungsgespräch. Mir 
wurde direkt vermittelt, dass man als Berufseinsteiger:in nicht alles wissen muss und die Zeit bekommt, sich einzuarbeiten. Außerdem haben mich die Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildungsangebote überzeugt.

Die ersten Wochen waren sehr spannend. Die erste Woche bestand vor allem aus E-Learnings, dem Kennenlernen der Systeme und internen Abläufe. 
Danach ging es direkt auf die Baustelle. Seitdem lerne ich jeden Tag dazu und bekomme Schritt für Schritt mehr Verantwortung übertragen.

Du arbeitest aktuell als Bauleiter im Infrastruktur- und Verkehrswegebau. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus und woran arbeitest du gerade?

Michel: Meine Woche teilt sich aktuell in Baustellen- und Bürotage auf. Auf der Baustelle beginne ich morgens meist mit einem Blick auf die aktuellen E-Mails und bespreche anschließend mit den Teams vor Ort, was ansteht und welche Herausforderungen es gibt.

Tagsüber bin ich viel draußen unterwegs, tausche mich mit den Polieren und Kolonnen aus, koordiniere Abläufe und behalte den Projektfortschritt im Blick.
Aktuell arbeite ich am Hulsberg-Viertel in Bremen. Dort entsteht ein neues Wohnquartier, für das wir die Infrastruktur und Verkehrswege herstellen. Das Projekt ist sehr spannend, weil viele unterschiedliche Anforderungen zusammenkommen – vom Straßen- und Kanalbau bis hin zur Abstimmung mit verschiedenen Beteiligten im Umfeld.

  • Besonders gefällt mir die Mischung aus Baustelle und Büroarbeit – man ist im direkten Austausch mit den Menschen vor Ort und hat gleichzeitig die organisatorischen und technischen Aufgaben im Blick.

    Michel
    Bauleiter

Mit welchen Menschen arbeitest du dabei zusammen und welche Fähigkeiten braucht man als Bauleiter?

Michel: Aktuell bin ich vor allem mit unseren Polieren, den Kolonnen im Straßen- und Kanalbau sowie mit externen Lieferanten und Ingenieurbüros im
Austausch. Da kommen viele unterschiedliche Menschen und Aufgaben zusammen.

Deshalb ist Kommunikation für mich die wichtigste Fähigkeit überhaupt. Man muss auf Menschen zugehen können, Informationen weitergeben und auch mal schwierige Gespräche führen. Gleichzeitig braucht man.
Durchsetzungsvermögen und darf keine Scheu haben, Verantwortung zu übernehmen.

Wie hast du dein Onboarding erlebt und was waren bisher die größten Herausforderungen?

Michel: Insgesamt habe ich mein Onboarding positiv erlebt. Ich wurde gut aufgenommen und habe jederzeit Unterstützung erhalten. Natürlich gibt es sehr viele neue Programme, Prozesse und Abläufe, die man erst einmal verstehen muss.

Die größte Herausforderung ist für mich aktuell, das Wissen aus dem Studium wieder hervorzuholen und auf konkrete Projekte anzuwenden. Im Studium lernt man vieles für Klausuren, auf der Baustelle muss man dieses Wissen plötzlich praktisch einsetzen. Das ist anspruchsvoll, aber genau das macht den Beruf auch spannend.

Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Michel: Im Moment geht es mir vor allem darum, Fuß zu fassen, Erfahrungen zu sammeln und möglichst viel zu lernen. Natürlich gibt es bei STRABAG viele spannende Entwicklungsmöglichkeiten – auch international. Aber momentan liegt mein Fokus ganz klar auf meinem aktuellen Projekt.

Langfristig freue ich mich darauf, irgendwann mein eigenes Projekt zu verantworten und von Anfang bis Ende begleiten zu können.

Welchen Rat würdest du Studierenden für den Berufseinstieg mitgeben?

Michel: Nehmt euch nach dem Studium einen Moment Zeit und überlegt, was ihr wirklich machen möchtet. Die Baubranche bietet unglaublich viele Möglichkeiten – von der Planung über die Statik bis hin zur Bauleitung.

Und vor allem: Stellt Fragen. Gerade am Anfang kann man gar nicht genug fragen.

  • Wer neugierig ist, Interesse zeigt und offen auf andere zugeht, lernt am meisten und findet am schnellsten seinen eigenen Weg.

    Michel
    Bauleiter

Zum Abschluss: Was war bisher dein persönliches Highlight bei STRABAG?

Michel: Neben dem spannenden Projekt und den vielen neuen Eindrücken definitiv der Standort meiner ersten Baustelle. Ich bin großer Werder-Bremen Fan und arbeite aktuell am Hulsberg-Viertel direkt in der Nähe des Weserstadions. Dass ich gleich zu Beginn meiner Karriere an einem Projekt in unmittelbarer Stadionnähe mitarbeiten darf, macht die Sache natürlich noch ein bisschen besonderer. Da fühlt man sich direkt wohl.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke in deinen Karriereweg, lieber Michel. Wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute!