Ein beeindruckendes Berufsleben in der Höhe

17.06.2026
Roland ist bereits seit 1975 Teil der STRABAG PFS und hat sich vom Elektromechaniker zum Spezialisten für Mobil- und Digitalfunktechnik entwickelt.
Roland bei einer Turmprüfung © STRABAG PFS
© STRABAG PFS

Sein Weg zeigt, wie sehr Leidenschaft, Teamgeist und Technikbegeisterung ein Arbeitsleben prägen können. Auch mit Rentenanspruch denkt Roland nicht ans Aufhören. Seit 40 Jahren arbeitet er in luftiger Höhe, trotzt Wind und Wetter und sieht seinen Job nicht nur als Beruf, sondern als Berufung. Im Interview erzählt er von seinem Werdegang, dem Wandel seiner Arbeit und der Bedeutung eines starken Teams. 

Was motiviert dich, auch nach dem Rentenalter weiterzuarbeiten? 

Roland: Das ist ganz einfach: weil mir die Arbeit Spaß macht. Ich fühle mich wertgeschätzt, sowohl früher von meinem Teamleiter als auch heute von meiner Teamleiterin. Das gibt mir unheimlich viel. Mein aktuelles Arbeitszeitmodell ist ideal für mich: Drei Tage, 22 Stunden. Solange es mir guttut, mache ich weiter. 

Wie hat deine berufliche Laufbahn begonnen und welche Stationen haben dich besonders geprägt? 

Roland: Ich habe am 1. September 1975 in Ravensburg als Auszubildender angefangen, damals noch im Fernmeldeamt unter der Post. Dort waren wir die erste Einheit, die moderne Sicherheitstechnik für Arbeiten in der Höhe aufgebaut hat. Ich habe eine Ausbildung als Elektromechaniker gemacht und mich Schritt für Schritt weiterentwickelt: erst in Richtung Elektronik, dann Kältetechnik und schließlich im Bereich Industrieklettern. Ebenso wie mein Arbeitgeber, der erst DeTeImmobilien und später dann STRABAG PFS wurde. Ich hatte auch mal die Chance in den mittleren Dienst zu wechseln, habe mich aber bewusst dagegen entschieden.  

  • Ich wollte immer Handwerker bleiben. Die Arbeit draußen, an Funktürmen und am Digitalfunk, das ist genau mein Ding.

    Roland
    Servicetechniker für Funkmasten und Industriekletterer

Wie kam es zu deinem Wechsel in die Mobil- und Digitalfunktechnik? 

Roland: Mobilfunk wurde zunehmend Teil meines Tagesgeschäfts. Der damalige Kunde wollte ein eigenes Team für Mobil- und Digitalfunk. Das war zu dieser Zeit ein Risiko. Niemand wusste, ob sich das langfristig trägt. 

Ich habe eine Arbeitsplatzgarantie bekommen, aber nicht für meine bisherige Position. Rückblickend war es eine der besten Entscheidungen: spannende Aufgaben, tolle Kolleginnen und Kollegen, auch wenn sie über viele Standorte verteilt waren. 

Roland bei der Arbeit © STRABAG PFS

Was macht die Arbeit für dich bis heute besonders? 

Roland: Ich liebe die Kombination aus selbstständigem Arbeiten, ständig neuen Einsatzorten und technischen Herausforderungen. Jeder Tag ist anders. 

Und dann ist da natürlich das Klettern selbst. Der Reiz ist nie verloren gegangen – im Gegenteil: Es ist über die Jahre auch zu meinem Hobby geworden. Seit rund 40 Jahren bin ich zusätzlich als Klettertrainer in den Bergen aktiv. 

Aber eines ist klar: Ohne Kolleginnen und Kollegen, auf die man sich hundertprozentig verlassen kann, funktioniert dieser Job nicht. 

Welche Rolle spielt das Team in Ihrem Arbeitsalltag? 

Roland: Eine ganz Entscheidende. Mindestens 50 Prozent meines Erfolgs verdanke ich meinen Kolleginnen und Kollegen. Ohne Vertrauen, Zusammenhalt und professionelle Zusammenarbeit wäre dieser Job nicht möglich.
 
Das gilt für alle Beteiligten von den Handwerkern über die Disposition bis zur Sachbearbeitung. Und ich kann wirklich sagen: Ich habe durchweg positive Erfahrungen mit unseren Führungskräften gemacht. 

Wie hat sich deine Arbeit in den letzten 50 Jahren verändert? 

Roland: Technisch hat sich eigentlich alles verändert. Früher ging es vor allem um Fernseh- und Radiosender, später um Richtfunk und ab den 90er-Jahren dann um eine enorme Anzahl neuer Mobilfunkstandorte. 

Auch die Arbeitsweise ist eine andere: Früher kamen wir ins Büro, haben unsere Arbeitskarten geholt und sind losgefahren, oft ohne große Abstimmung. Auf den Türmen gab es Festnetztelefone oder Funkgeräte. 

Heute arbeiten wir mit moderner Technik und sehr klaren Prozessen. Es gibt regelmäßige Schulungen und durchdachte Rettungskonzepte. Wir sind grundsätzlich mindestens zu zweit im Einsatz. Wartung und Instandhaltung machen wir selbst, größere Installationen übernehmen spezialisierte Partnerfirmen. 

Was gibst du der jungen Generation mit, die in diesen Beruf einsteigen möchte? 

Roland: Ein Handy oder Laptop repariert keine Kabel. Unsere Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, technisch komplex und findet bei jedem Wetter statt.

  • Man braucht Verantwortungsbewusstsein, Respekt vor der Natur und die Bereitschaft, anzupacken. Aber wer das mitbringt und Freude daran hat, kann in diesem Beruf unglaublich viel erreichen.

    Roland
    Servicetechniker für Funkmasten und Industriekletterer

Und was wünscht du dir für die Zukunft? 

Roland: Privat vor allem Gesundheit. Und beruflich: dass ich weitermachen kann, solange es mir Freude bereitet. Wenn das so bleibt, kann ich mir gut vorstellen, auch mit 70 noch auf dem Turm zu stehen. 

Für deine berufliche und private Zukunft wünschen wir dir alles Gute, lieber Roland!