Nachhaltigkeit jeden Tag gestalten

21.04.2026
Ein Blick hinter die Kulissen mit Johanna. Sie ist Teil des Sustainability Management Teams der STRABAG Innovation & Digitalisation und erzählt, wie Nachhaltigkeit im Konzern strategisch verankert ist, umgesetzt und verantwortungsvoll kommuniziert wird.
Johanna © Carmen Ferner
© Carmen Ferner

Einmal im Jahr rückt der Earth Day unseren Planeten in den Fokus. Für Johanna ist Nachhaltigkeit jedoch kein Aktionstag, sondern Teil ihres Arbeitsalltags bei STRABAG. 

„Echter Klima- und Umweltschutz darf nicht bei Symbolik stehen bleiben“, sagt sie. „Entscheidend ist, dass Nachhaltigkeit im täglichen Handeln verankert ist – in Managemententscheidungen, Prozessen und in der Umsetzung auf den Baustellen.“ 

Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie

Nachhaltigkeit ist bei STRABAG seit 2021 fest in der Unternehmensstrategie verankert.  2025 wurde die ESG-Strategie weiter geschärft und konkretisiert. Sie verbindet ökologische Ziele mit sozialer Verantwortung und verantwortungsvoller Unternehmensführung. 

  • Was ich an der Arbeit bei STRABAG besonders spannend finde, ist die Breite der Themen und die Vielzahl an Bereichen, die eingebunden sind. Nachhaltigkeit ist hier kein isoliertes Projekt, sondern betrifft Technik, Bauprozesse, Einkauf, Innovation, Digitalisierung und Managemententscheidungen.

    Johanna
    Specialist Consultant Sustainability Management, Governance, Reporting & Data

Ein zentrales Handlungsfeld ist die Dekarbonisierung. STRABAG verfolgt wissenschaftsbasierte Klimaziele (SBTi) und arbeitet mit klar definierten Reduktionspfaden.  

„Diese Ziele sind ambitioniert und das müssen sie auch sein“, erklärt Johanna. „Gleichzeitig ist wichtig zu zeigen, wie sie Schritt für Schritt realisiert werden und welchen Beitrag unterschiedliche Bereiche leisten können.“ 

Johanna © Carmen Ferner

Klare Strukturen für nachhaltige Entscheidungen

Damit die nachhaltige Transformation wirksam umgesetzt wird, arbeitet STRABAG mit einer klaren Governance-Struktur. Diese legt fest, wer für welche Entscheidungen verantwortlich ist und wie unterschiedliche Ebenen eingebunden werden. 

Besonders motivierend erlebt Johanna die Dynamik aus der Praxis: Viele Maßnahmen und Initiativen entstehen direkt in den operativen Einheiten. Kolleg:innen bringen Ideen ein, testen neue Ansätze und entwickeln Lösungen, die in den Arbeitsalltag passen. 

„Genau dort wird Nachhaltigkeit wirklich lebendig“, sagt sie. „Wenn Strategien nicht nur beschlossen, sondern von den Menschen im Unternehmen mitgetragen und weiterentwickelt werden.“ 

Kommunikation mit Verantwortung

Als Teil des Sustainability Management Teams setzt Johanna einen besonderen Schwerpunkt auf die konzernweite Nachhaltigkeitskommunikation. Dazu zählen unter anderem die interne Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen, Kampagnen, Projektkommunikation und eine beratende Rolle für Kolleg:innen im gesamten Unternehmen. Ein großer Teil ihrer Arbeit besteht darin, Nachhaltigkeit verständlich, korrekt und glaubwürdig zu vermitteln. 

„Nachhaltigkeitskommunikation ist immer ein Spagat“, erklärt Johanna. „Wir müssen die Fakten so genau und konkret wie möglich formulieren und gleichzeitig so einfach und verständlich, dass die Inhalte wirklich ankommen.“ 

Ein wichtiges Projekt in diesem Zusammenhang ist der Leitfaden für Nachhaltigkeitskommunikation, der gemeinsam mit mehreren Fachbereichen entwickelt wurde. Er schafft Orientierung, setzt Standards und hilft dabei, verantwortungsvoll über Nachhaltigkeit zu sprechen. 

Transformation durch Dialog

Johanna © Carmen Ferner

Nachhaltige Transformation entsteht nicht im Alleingang. Deshalb setzt STRABAG bewusst auf Austausch und Dialog – intern wie extern. Aktuell arbeitet Johanna an der Organisation des Stakeholder-Dialogs, einem Format, das interne und externe Stakeholder auf Entscheidungsebene zusammenbringt. 

„Transformation braucht unterschiedliche Perspektiven“, erklärt sie. „Dialog, Zusammenarbeit und Wissenstransfer sind entscheidend, sowohl innerhalb der Organisation als auch mit externen Partner:innen.“ 

Blick nach vorne: zentrale Nachhaltigkeitsthemen bei STRABAG

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Johanna mehrere Themen, die bei STRABAG weiter an Bedeutung gewinnen werden. Neben dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern rücken vor allem Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft stärker in den Fokus, also die Frage, wie Materialien möglichst hochwertig im Kreislauf gehalten werden können. 

Auch der Erhalt von Natur und Biodiversität spielt eine zentrale Rolle, gerade für ein Bauunternehmen mit großem Einfluss auf Umwelt und Landschaft. Darüber hinaus wird das „S“ in ESG immer wichtiger: soziale Verantwortung, faire Arbeitsbedingungen und Mehrwert für die Gesellschaft werden zunehmend sichtbarer als Teil nachhaltiger Unternehmensführung.

Mutig vorangehen

Für Johanna ist der Earth Day ein guter Anlass, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Gleichzeitig macht sie klar, dass nachhaltiges Wirtschaften weit darüber hinausgehen muss. 

  • Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaschutz und mehr als ein einzelner Tag im Jahr“, betont sie. „Es geht um Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und zukünftige Generationen.

    Johanna
    Specialist Consultant Sustainability Management, Governance, Reporting & Data

Was sie sich für die Zukunft wünscht, sind mutige Entscheidungen und ein klares Verständnis dafür, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammengehören. 

„Business as usual ist die teuerste Alternative“, sagt Johanna. „Nachhaltigkeit muss das New Normal werden – im Unternehmen, aber auch darüber hinaus.“