Trainee around the world: Martin in Abu Dhabi

Ein Traineeprogramm mit echten Praxiserfahrungen, internationalem Einsatz und jeder Menge Entwicklungsmöglichkeiten – genau das hat Martin gesucht. Im Interview erzählt er, warum er sich für STRABAG entschieden hat, wie sein Weg ihn bis nach Abu Dhabi geführt hat und welche Erfahrungen er dabei gesammelt hat.
Was hat dich zu STRABAG geführt und warum hast du dich für das Traineeprogramm bei STRABAG entschieden?
Martin: Ich habe meinen Master im Konstruktiven Ingenieurbau abgeschlossen und dabei schon Erfahrungen in der Digitalisierung und im Modularen Bauen gesammelt. Der Brückenbau hat mich während des Studiums besonders fasziniert, und ich wollte diesen Bereich unbedingt weiter vertiefen.
Als ich die Stellenausschreibung für das Traineeprogramm gesehen habe, war mir sofort klar: Das passt perfekt! Ich wollte nicht nur verschiedene Facetten des Brückenbaus kennenlernen, sondern auch direkt auf der Baustelle sein. Besonders überzeugt hat mich, dass ich meine Zielposition selbst wählen konnte – und für mich stand von Anfang an fest, dass ich in die Bauleitung möchte. Auch die Möglichkeit, international Erfahrungen zu sammeln, machte das Programm für mich besonders attraktiv.

Spannend, dazu gleich mehr! Nun erst mal von vorne: Wie lief dein Traineeprogramm ab?
Martin: Mein Traineeprogramm war eine Mischung aus Bauleitung, Angebotsbearbeitung und weiteren Fachbereichen – genau die Vielfalt, die ich gesucht habe. Ich konnte mein Programm flexibel gestalten und habe von Arbeitsvorbereitung über LEAN bis Controlling viele Bereiche kennengelernt. Bei der Zentralen Technik in Stuttgart habe ich an der Angebotskalkulation mitgearbeitet, bevor es auf meine erste Baustelle nach Hamburg ging – zur K20, eine der längsten Autobahnbrücken Deutschlands.

Dort war ich sechs Wochen in der Bauleitung und habe typische Aufgaben übernommen, etwa Fortschritts- und Qualitätskontrolle. Ein besonderes Highlight: Gemeinsam mit zwei Werkstudierenden habe ich ein Stahlbetonfundament geplant und auch selbst gebaut – von der Materialbeschaffung über das Einschalen und Bewehren bis zum Betonieren. Das hat mir ein echtes Gefühl dafür gegeben, wie viel Zeit und Aufwand hinter einzelnen Bauprozessen steckt.
Danach folgten spannende Stationen in Einkauf, Kalkulation, Nachtragsmanagement und weiteren Baustellen, unter anderem an der S13 in Bonn und einer großen Talbrücke auf der A45. Ein Highlight war mein Auslandseinsatz in Abu Dhabi. Zum Schluss habe ich bei STRABAG Innovation & Digitalisierung (SID) in Köln bei der Integration von digitalen Prozessen in Bauprojekten mitgearbeitet. Die Einblicke in die moderne Arbeitsweise und Abwicklung von Digitalisierungsprojekten waren sehr wertvoll für mich.
Insgesamt hat die Mischung aus Theorie und Praxis mir geholfen, den gesamten Ablauf eines Bauvorhabens noch besser zu verstehen. Und ich habe erfahren, wie viel Vertrauen man als Trainee bei STRABAG bekommt.
Was hat dich bei deinem Traineeprogramm besonders geprägt?
Martin: Vor allem die vielen Gespräche mit meinen Kolleg:innen haben mich weitergebracht. Im direkten Austausch an den einzelnen Stationen konnte ich wertvolle Einblicke gewinnen und vom Wissen und den Erfahrungen der anderen profitieren. Fachlich habe ich enorm viel gelernt – und auch persönlich, etwa durch Schulungen zu Verhandlungsführung und Kommunikation. Ein besonderes Highlight war mein Auslandsaufenthalt, der mich ebenso beruflich als auch persönlich geprägt hat.
Guter Punkt! Gehen wir nach Abu Dhabi: Inwiefern unterschieden sich denn deine eigentlichen Traineetätigkeiten von denen im „Auslandseinsatz“?
Martin: Eigentlich kaum – ich war in Abu Dhabi ebenfalls in der Bauleitung tätig. Der große Unterschied lag in den Rahmenbedingungen: das wärmere Klima, das internationale Umfeld und die kulturellen Eindrücke.
Spannend war, dass ich dort mehr Verantwortung bekommen habe, insbesondere in der Arbeitsvorbereitung für die Bauausführung. Meine Aufgabe war die Schalungsplanung für den Rohbau. Ich habe Pläne erstellt und durfte ein Team aus einem Vorarbeiter und zehn Bauarbeitern koordinieren. Dass meine Pläne tatsächlich umgesetzt wurden und ich so viel Vertrauen und Eigenverantwortung bekam, war ein großartiges Gefühl.
Welcher Eindruck aus deiner Zeit in Abu Dhabi ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Martin: Mein erster Tag auf der großen Baustelle. 40 Grad und die Hitze steht. Nach einer halben Stunde, die ich mit dem Bauleiter über die Baustelle ging, war meine Kleidung komplett durchnässt. Und das im Oktober. Doch ich habe mich schnell an die Bedingungen gewöhnt.
Neben der Arbeit war auch der Teamspirit ein Highlight. Jeden Mittwochabend haben wir gemeinsam Basketball gespielt – eine super Abwechslung. An den Wochenenden hatte ich Zeit, Abu Dhabi und Dubai zu erkunden, die Wüste und Strände zu besuchen und die beeindruckende Architektur zu erleben. Besonders faszinierend war, wie viel überall gebaut wird und wie modern die Städte sind.
Dein Tipp an künftige Trainees?
Martin: Nutzt die Möglichkeiten, die das Traineeprogramm bei STRABAG bietet: Macht das, was euch interessiert, und lernt so viele Bereiche wie möglich kennen. Bleibt neugierig, stellt Fragen und holt euch Wissen von erfahrenen Kolleg:innen. Vernetzt euch mit anderen – das Traineeprogramm ist die perfekte Gelegenheit, den Konzern kennenzulernen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Seid offen für neue Erfahrungen und bereit, dazuzulernen!
Und die Reise geht weiter ...
Martins Traineeprogramm ist abgeschlossen und seit kurzem ist er Bauleiter im Brückenbau in Düsseldorf.
Danke Martin, für die spannenden Einblicke und viel Spaß und Erfolg in deiner neuen Position!