Mehr als 120 Meter Verantwortung: Einblicke in die Arbeit als Projektleiterin beim Großprojekt Weitblick
Großprojekte entstehen nicht nur aus Beton, Glas und Stahl. Sie entstehen vor allem durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und jeden Tag daran arbeiten, Visionen Realität werden zu lassen. Eine davon ist Projektleiterin Alexandra, die für STRABAG Real Estate aktuell eines der ambitioniertesten Hochbauprojekte Wiens begleitet: den „Weitblick“ im 2. Bezirk. Für die Projektleiterin ist das Großprojekt vor allem eines: eine tägliche Herausforderung, die motiviert, fordert und inspiriert.
Ein Projekt mit Dimension
Der Weitblick ist ein Mixed-Use-Gebäude, das Büroflächen und Hotelnutzung intelligent miteinander verbindet. Rund zwei Drittel des Gebäudes sind für moderne Arbeitswelten vorgesehen, ein Drittel für ein 4-Sterne-Hotel mit Gastronomie, Konferenzflächen und
einer spektakulären Skybar mit 360-Grad-Blick über Wien.
Was das Projekt besonders macht, ist nicht nur seine Höhe, sondern auch sein Anspruch an Nachhaltigkeit und urbane Lebensqualität. Durch kompakte Verdichtung wird Fläche effizient genutzt, Grünraum geschont und Bodenversiegelung reduziert. Eine energieeffiziente Gebäudehülle, Versorgung über Geothermie, Smart Monitoring sowie ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept mit direkter Anbindung an U-Bahn, neue Straßenbahnlinie und ein ausgebautes Radwegenetz gehören hier selbstverständlich dazu.
„Weitblick bedeutet für uns, Mehrwert für alle Nutzer:innen zu schaffen. Vom Fitnessbereich über die höchste Kantine Wiens bis hin zu einem gemeinsamen Miteinander von Mitarbeitern, Hotelgästen und Besucher “, beschreibt Alexandra den
Ansatz.
Projektleitung heißt Vertrauen und Mut zur Entscheidung
Dass sie heute für ein Projekt dieser Größenordnung verantwortlich ist, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines beruflichen Weges, der stark von Vertrauen und Eigenverantwortung geprägt ist. Seit rund 20 Jahren ist sie im Konzern tätig, hat unterschiedliche Stationen durchlaufen und früh erlebt, wie wichtig es ist, Freiraum zu bekommen und ihn zu nutzen.
„Ich hatte Vorgesetzte, die gesagt haben: Mach. Wir vertrauen dir. Das war nicht immer leicht, aber extrem wertvoll“, erzählt sie. Denn Projektleitung bedeutet, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Hürden gehören dazu
Bevor der Weitblick gebaut werden konnte, lag bereits eine anspruchsvolle Phase hinter dem Projekt. Anders als andere Entwicklungen wurde es erst nach einem langen Ankaufprozess ein bereits baugenehmigtes Projekt übernommen. Rund eineinhalb Jahre dauerten Prüfungen, Abstimmungen und Verhandlungen, bevor der Kauf kurz vor Weihnachten 2024 final abgeschlossen werden konnte. Besonders diese intensive Schlussphase ist Alexandra in Erinnerung geblieben, weil sie Geduld, Durchhaltevermögen und klare Entscheidungen von allen Beteiligten verlangt hat.
Mit dem Baustart wurde die Aufgabe nicht einfacher. Planung, Bauund Vermietung laufen parallel, während viele interne und externe Stakeholder eingebunden sind. Für Alexandra ist genau das der Kern ihrer Rolle: Verantwortung übernehmen, den Überblick behalten und auch in intensiven Phasen aktiv zu gestalten.
Ein Arbeitsalltag, der nie gleich ist
Wie fühlt sich der Alltag als Projektleiterin eines Großprojekts an?
Ihre Antwort kommt schnell: intensiv, vielschichtig, lehrreich.
Großprojekte fordern von der Projektleitung eine andere Flughöhe. Es geht weniger um Details, sondern um Steuern, Koordinieren, Entscheiden. Planung und Bau laufen parallel, dazu kommen Vermietungsgespräche, Designentscheidungen, Abstimmungen mit internen und externen Partner:innen, bis hin zur Lichtplanung oder dem Konzept für eine zeitgemäße Kantine.
„Jeder Tag ist anders. Genau das macht es so spannend“, erzählt Alexandra. Besonders motivierend sei das Zusammenspiel aus unterschiedlichsten Persönlichkeiten, Fachrichtungen und Perspektiven - intern wie extern.
Sichtbarkeit und Verantwortung
„Weitblick“ ist eines der aktuell wichtigsten Projekte im Unternehmen. Entsprechend hoch ist auch die Aufmerksamkeit und viele Augen schauen auf den Baufortschritt.
„Man steht im Fokus. Die Verantwortung ist groß, aber genau das macht den Reiz aus.“ Für sie ist Projektleitung vor allem aktives Gestalten: mitprägen, formen, Entscheidungen vorantreiben und auch unvorhersehbaren Situationen meistern.
Nachhaltigkeit heißt auch soziale Qualität
Neben ökologischen und ökonomischen Faktoren spielt für sie besonders ein Thema eine große Rolle: soziale Qualität. Mobilität, flexible Grundrisse für Workplace
Experience, Gesundheit und Wellbeeing. Denn all das beeinflusst, wie Menschen zukünftig arbeiten und sich wohlfühlen.
Dass Hotel und Büroflächen bewusst miteinander verzahnt werden, ist Teil dieses Gedankens. „Es geht darum, dass unterschiedliche Nutzungen nicht nebeneinander existieren, sondern voneinander profitieren.“
Was sie zukünftigen Kolleg:innen mitgeben möchte
Wenn Alexandra neuen Kolleg:innen, oder jenen, die über ihren nächsten Karriereschritt nachdenken, eine Botschaft mitgeben kann, dann diese:
Denn Entwicklung entsteht nicht durch Zögern, sondern durch Mut. Chancen erkennen, auf das Bauchgefühl hören und bereit sein, zu lernen. Genau das prägt nicht nur Projekte, sondern Karrieren.
Und der nächste Meilenstein?
Aktuell ist das Gebäude bereits sichtbar gewachsen, die Dachgleiche rückt langsam näher, Fassade und Innenausbau stehen bevor. Parallel dazu entsteht das Musterzimmer für das Hotel, Designentscheidungen werden finalisiert und neue
Projektkapitel aufgeschlagen.
Und ganz am Ende?
"Und ganz am Ende, wenn alles steht und der Weitblick eröffnet ist, stehen wir ganz oben in der Skybar, blicken über Wien und stoßen mit einem Cocktail auf das Projekt und die Teamarbeit an." Cheers!
Vielen Dank für die spannenden Einblicke und weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deiner Tätigkeit als Projektleitung!