„Auf der Baustelle zählt das Miteinander“ – Rashids Weg in die Vermessung

04.03.2026
Seit 2017 verstärkt Rashid das Vermessungsteam im Bereich Mitte‑West in Lahnstein. Vor 11 Jahren kam er aus Syrien nach Deutschland – heute begleitet er große Infrastrukturprojekte und teilt seine Leidenschaft für die Vermessungstechnik auch auf LinkedIn. Im Interview erzählt er von seinem Weg zu STRABAG, persönlichen Highlights und Veränderungen durch die Digitalisierung.
Rashid, Vermessungsingenieur STRABAG
STRABAG

Rashid, wie bist du zur Vermessungstechnik gekommen und wie verlief dein Weg zu STRABAG?

Rashid: Ich habe Vermessungsingenieurwesen in Aleppo studiert. Mein Abschluss wurde in Deutschland anerkannt. 2016 habe ich in einem kleinen Vermessungsbüro begonnen und parallel mein Deutsch verbessert. Auf STRABAG bin ich über eine Zeitungsanzeige aufmerksam geworden, die mein Nachbar entdeckt und mir geschickt hat. Ich kannte das Unternehmen vorher nicht, habe aber schnell gesehen, dass es ein großer Konzern ist, das hat mich sehr gereizt. Nach meiner Bewerbung meldete sich das Recruitingteam schnell bei mir und so fand ich meinen Weg zu STRABAG.

Rashid, Vermessungsingenieur Rashid Jaafar

Welche Projekte und Erlebnisse sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Rashid: Mein Einstieg bei STRABAG führte mich sofort auf ein großes Infrastrukturprojekt in Wittlich. Dort habe ich viel von meinen Kolleginnen und Kollegen gelernt und mich direkt willkommen gefühlt. Das wertschätzende Miteinander hat mich sehr beeindruckt.

Generell liebe ich die Kombination aus Baustelle und Praxis. Der Austausch, das Miteinander und, dass man gemeinsam lachen kann – das macht viel für mich aus. Auf der Baustelle zählt das Team, unabhängig von Ausbildung oder Herkunft. Dort habe ich richtige Freundschaften geschlossen.

Welche Erfahrungen haben dich besonders gestärkt?

Rashid: Meine größte Herausforderung war und ist die Sprache. Ich lerne und übe viel. Gerade am Anfang musste alles schnell gehen, weil ich unbedingt arbeiten und ankommen wollte. Diese Motivation, meinen Platz zu finden und mein Wissen einzubringen, begleitet mich bis heute.

Was macht deinen Job aus?

Rashid: In unserem Team zählt jede Meinung. Wir gehen offen und wertschätzend miteinander um, und genau dieses Miteinander macht unsere Arbeit so stark.

Was viele nicht wissen: Gute Vermessung lebt von Kommunikation. Sie ist oft entscheidend für den gesamten Bauablauf. Wenn irgendwo etwas hakt, müssen Polier:innen, Bauleiter:innen und wir Vermesser:innen schnell und direkt miteinander sprechen. Nur so finden wir Lösungen.

Außerdem entwickelt sich unser Fach ständig weiter. Jedes Jahr kommen neue Technologien dazu, das macht den Beruf spannend. Man sollte offen für Neues sein und Freude daran haben, sich ständig weiterzuentwickeln.

  • Es ist ein abwechslungsreicher Beruf mit einer tollen Mischung aus Büro und Baustelle.

    Rashid
    Vermessungsingenieur

Wie haben sich die Vermessungsprozesse durch Digitalisierung verändert?

Rashid: Es hat sich enorm viel getan. Früher haben wir Daten manuell mit USB‑Sticks übertragen. Heute läuft alles digital und teilweise direkt aus dem Büro, ohne dass wir dafür vor Ort sein müssen. Das spart Zeit und erleichtert die Arbeit. Trotzdem bin ich weiterhin gerne auf der Baustelle. Außerdem habe ich einen Drohnenführerschein gemacht, den ich für bestimmte Tätigkeiten einsetze.

Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Rashid: Ich möchte den Beruf des Vermessungsingenieurs bekannter machen. Deshalb bin ich auf LinkedIn aktiv und gebe Einblicke in meinen Arbeitsalltag. Ich hoffe, so viele junge Menschen für die Vermessung begeistern zu können.

  • Wenn ich heute auf meinen Weg zurückblicke, bin ich dankbar für die Chancen und Menschen, die mich unterstützt haben.

    Rashid
    Vermessungsingenieur