Karriereweg mit Perspektivwechsel: Sascha Ungerer wechselt von ZÜBLIN zu STRABAG

18.02.2026
Seit Anfang des Jahres ist Sascha Ungerer kaufmännischer Direktionsleiter am Standort Hannover. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung im Hochbau, verantwortungsvollen Führungsrollen und einer beeindruckenden Projektliste bringt er nicht nur Expertise, sondern auch eine klare Haltung zu Führung und Karriere mit. Im Interview spricht er über prägende Entscheidungen, seine größten Herausforderungen und darüber, warum Offenheit und Neugier zentrale Karrierefaktoren sind.
Sascha Ungerer Franziska Nieke / STRABAG
Franziska Nieke / STRABAG

Wie hat dich dein beruflicher Weg zu STRABAG und ZÜBLIN geführt?

Sascha: Ich habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Nach Stationen in verschiedenen Abteilungen und einer Position im Mittelstand begann ich Anfang 2000 bei der STRABAG Hoch- und Ingenieurbau in Hannover. Im Zuge der Übernahme der ZÜBLIN wechselte ich die „Farben“ und blieb im Hochbau. Zuletzt war ich kaufmännischer Bereichsleiter der ZÜBLIN Niedersachsen. Jetzt freue ich mich auf die Aufgabe als kaufmännischer Direktionsleiter und darauf, den Verkehrswegebau näher kennenzulernen.

Sascha Ungerer im Einsatz bei einem ZÜBLIN-Projekt STRABAG

Welche Projekte haben deine Laufbahn besonders geprägt?

Sascha: Zu den bekanntesten Projekten zählen das Airrail-Center in Frankfurt – heute „The Squaire“ –, an dem ich zunächst als Einkäufer und später als kaufmännischer Projektleiter tätig war. Weitere bekannte Projekte sind die Weser-Ems-Hallen in Oldenburg, der Weserpark Bremen und die ARGE Berufliche Schulen in Hamburg.

Als Bereichsleiter ZÜBLIN Niedersachsen konnte ich außerdem den Rohbau der Conti-Zentrale in Hannover akquirieren, den BraWo Tower BC III in Braunschweig sowie die Umladehalle am Schacht Konrad 2. Auch unser zukünftiges Konzernhaus H3Ö sowie die SRE-Projekte Marq am Marstall und PodBe in Hannover durfte ich auf den Weg bringen.

Was waren deine bisher größten beruflichen Herausforderungen?

Sascha: Das Airrail-Center mit 120 Mio. € Rohbauleistung in einem Jahr war sicherlich ein herausragendes Projekt. Noch herausfordernder war aber das Projekt Berufliche Schulen Hamburg: In fünf Jahren mussten an acht Standorten insgesamt 56 Gebäude gebaut oder saniert werden. Diese Komplexität – organisatorisch, logistisch und kommunikativ – war eine besondere Aufgabe.

Gab es Entscheidungen, die für deine Karriere besonders prägend waren?

Sascha: Es gab viele prägende Momente, aber die Entscheidung, im Jahr 2000 zur STRABAG zu wechseln, war besonders wichtig. Sie hat mir ermöglicht, auf verschiedensten Projekten umfangreiche praktische Erfahrungen zu sammeln. Diese Summe an Erfahrungen hat meine Laufbahn entscheidend geprägt.

Was hat dich vielen Jahren bei ZÜBLIN bewegt, intern zu STRABAG zu wechseln?

Sascha: Ehrlich gesagt war es eine Mischung aus mehreren Dingen: Die Chance, heimatnäher eine verantwortungsvollere Aufgabe zu übernehmen, kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach neun Jahren Bereichsleitung hatte ich Lust auf neue Herausforderungen. Und der Ruf der Direktion als besonders innovativ hat mich schon länger neugierig gemacht und letztendlich auch zur Bewerbung bewogen.

Welche Umstellung brachte der Wechsel von ZÜBLIN zurück zu STRABAG mit sich?

Sascha: Vor allem die Anpassung an neue Strukturen und Prozesse. Das sehe ich aber klar als Chance.

  • Ein Wechsel bringt neue Perspektiven, man lernt andere Arbeitsweisen kennen und kann Synergien besser nutzen.

    Sascha Ungerer
    Kaufmännischer Direktionsleiter

Besonders innerhalb des Konzerns zeigt sich, wie bereichernd es ist, neue Bereiche kennenzulernen und auf bestehende Netzwerke zurückzugreifen. Diese Kombination fördert nicht nur die persönliche und fachliche Weiterentwicklung, sondern schafft auch neue Impulse.

Welche Kompetenzen sind entscheidend, um Verantwortung zu übernehmen?

Sascha: Eine solide fachliche Basis, strategisches Verständnis und Verantwortungsbewusstsein. Wichtig ist die Fähigkeit, Zusammenhänge im Gesamtkonzern zu erkennen, Entscheidungen an übergeordneten Zielen auszurichten und Verantwortung nicht nur für Ergebnisse, sondern auch für Menschen zu übernehmen. Vertrauen aufzubauen und klare Orientierung zu geben – gerade in herausfordernden Situationen – gehört ebenfalls dazu. Mich selbst und andere für unsere Vorhaben zu motivieren und inspirieren, hat mir immer geholfen, Verantwortung zu übernehmen.

Was hättest du gerne früher über Karriere und Führung gewusst?

Sascha: Dass Karriere weniger mit formalen Titeln, sondern viel mehr mit Haltung, Lernbereitschaft und Selbstreflexion zu tun hat. Netzwerke, guter Austausch und Vertrauen sind viel entscheidender, als ich anfangs gedacht habe. Und: Langfristig ist man nur erfolgreich, wenn der eigene Weg zu den eigenen Werten passt.

Was würdest du Kolleg:innen empfehlen, die sich in neue Bereiche oder Rollen entwickeln möchten?

Sascha: Man sollte Offenheit und Neugier mitbringen, Verantwortung übernehmen wollen und Geduld mit sich selbst haben.

  • Jeder Wechsel kostet Energie, aber er eröffnet enorme Entwicklungschancen.

    Sascha Ungerer
    Kaufmännischer Direktionsleiter