Vom dualen Studium zum Abrechner: Sandros Weg bei STRABAG
Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus und welche Aufgaben übernimmst du als Abrechner?
Sandro: Grundsätzlich kümmere ich mich um die Abrechnung der ausgeführten Leistungen und prüfe Aufmaße sowie Rechnungen von Nachunternehmern. Dazu spreche ich mit den Teams vor Ort und erfasse die Leistungen digital. Ein Vorteil ist dabei, dass ich bei Großprojekten direkt im Baubüro auf der Baustelle arbeite und die Wege deshalb kurz sind.
Zum Monatsende erfolgt die Abrechnung der erstellten Massenermittlungen. In meiner Rolle fungiere ich durch regelmäßige Besprechungen als Schnittstelle zum Auftraggeber. Grob gesagt arbeite ich zu 70 Prozent vom Büro aus und zu 30 Prozent auf der Baustelle. Schön ist dabei, dass man am Ende des Monats immer sieht, was man erreicht hat.
Welche Fähigkeiten zeichnen einen guten Abrechner aus?
Sandro: Man sollte auf jeden Fall über IT-Affinität verfügen, da wir viel mit digitalen Tools arbeiten. Außerdem ist Excel ein guter Freund im Arbeitsalltag.
Was definitiv hilft, ist eine strukturierte und organisierte Arbeitsweise – sowohl auf technischer Seite bei Arbeit und Dokumentation als auch im persönlichen Bereich, Stichwort Zeitmanagement.
Da man als Abrechner an der Schnittstelle zwischen Auftraggeber, Baustelle und Nachunternehmern sitzt, sind Kommunikationsstärke und Durchhaltevermögen Fähigkeiten, die einem definitiv weiterhelfen.
Gibt es besondere Herausforderungen oder Highlights bei deiner bisherigen Tätigkeit, die dich geprägt haben?
Sandro: Die Vielfalt der Projekte ist ein Highlight: Egal ob während des Studiums bei der Herstellung einer Flugbetriebsfläche auf dem Vorfeld am Flughafen BER, oder im Anschluss bei Autobahnsanierungen.
Ein weiteres Highlight ist das Team: Umgang und Zusammenhalt sind sehr gut, man schaut nacheinander. Es ist wie eine kleine Baustellenfamilie. Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit!
Wichtig ist mir hier auch die fachliche und persönliche Entwicklung, die ich im Rahmen von Projekten und Weiterbildungen gemacht habe, auch mit der Unterstützung durch tolle Mentoren. Insgesamt hat man sehr viele Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
Ein spezieller Punkt, an dem ich sehr viel lernen konnte, war die erstmalige Übernahme der Bauleitung in einer Nachtschicht zum Betoneinbau auf der Autobahn A9 mit unerwarteten, spannenden Situationen.
Aktuell arbeitest du als Abrechner, aber wie kamst du dazu, ein duales Studium bei STRABAG zu beginnen?
Sandro: Mein Ziel war schon immer eine Tätigkeit in der Bau- und Projektleitung. STRABAG war hier stets präsent, z.B. durch große Baustellen in meiner Region. Den Bereich Großprojekte sowie den Studiengangschwerpunkt Tief- und Straßenbau habe ich bewusst gewählt. Direkt mit Beginn meines Studiums war für mich klar, dass es die richtige Wahl war.
Würdest du das duale Studium weiterempfehlen?
Sandro: Auf jeden Fall. Es ist ein guter Weg in den Beruf, da Theorie und Praxis von Anfang an eng miteinander verzahnt sind. So konnte ich beispielsweise schnell lernen, wie eine Baustelle in der Praxis funktioniert – in meinem Falls habe ich im Studium an einer Flugbetriebsfläche mitgearbeitet. Dieses Projekt habe ich dann auch in meiner Diplomarbeit thematisiert.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man das Unternehmen und viele Kolleg:innen gut kennenlernt. Dadurch ist man mit Abschluss seines Studiums bereits vernetzt und hat eine gute Basis für die weitere Karriere.
Als Abrechner bin ich nun in der perfekten Position, um quasi in der zweiten Reihe viel wertvolle Erfahrung im Bereich der Bauleitung zu sammeln. Man bekommt dazu auch eine:n erfahrene:n Kolleg:in als Mentor:in zur Seite gestellt. Der nächste Schritt bei eigenem Wunsch ist dann die Übernahme der Bauleitung, z.B. auf einer Autobahnbaustelle. Wie schon erwähnt, hat man viele Möglichkeiten und Wege, sich im Unternehmen weiterzuentwickeln.
Welche Tipps würdest du jemandem geben, der überlegt, ein duales Studium bei STRABAG zu beginnen?
Sandro: Kurzgesagt: Machen, dranbleiben und sich auch in schwierigeren Phasen des Studiums motivieren, denn das Ergebnis lohnt sich auf jeden Fall! Wichtig ist ebenfalls, den passenden Schwerpunkt zu finden, der einen interessiert. Klar, das duale Studium ist knackiger als ein klassisches Studium, dafür erhält man aber währenddessen eine Vergütung und beispielsweise Arbeitsausstattung.
Danke für deine spannenden Einblicke und weiterhin viel Spaß und Erfolg!