Von Frankfurt nach Biel: Bauführerin Laura

06.08.2026
Vom Frankfurter Flughafen nach Biel: Bauführerin Laura Huttner begleitet anspruchsvolle Infrastrukturprojekte mit Leidenschaft und Präzision. Im Interview erzählt sie, was sie am Bauwesen fasziniert und weshalb Tiefbau weit mehr ist als Erde und Baumaschinen.
© STRABAG
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Vom Bau des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen bis zur Erneuerung einer Kanalisation mitten in Biel: Laura Huttner kennt die Herausforderungen grosser Infrastrukturprojekte aus erster Hand. Schon früh entdeckte sie ihre Begeisterung für das Bauwesen. Kein Zufall, denn bereits ihr Grossvater war als Bauführer tätig. Heute sorgt sie gemeinsam mit ihrem Team dafür, dass wichtige Infrastruktur präzise geplant und umgesetzt wird – auch dort, wo die Herausforderungen auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.

Präzision auf jedem Meter

Das aktuelle Projekt in Biel zeigt eindrücklich, worauf es im Tiefbau ankommt: grosse Distanzen, komplexe Rahmenbedingungen und gleichzeitig höchste Genauigkeit.

Was von aussen oft nach grober Erdarbeit aussieht, erfordert in der Realität höchste Präzision. «Wir arbeiten im Tiefbau häufig im Zentimeter- und teilweise sogar im Millimeterbereich», erklärt Laura. Besonders bei Bauwerken wie Kanalisationen, die später nicht mehr sichtbar sind, muss von Anfang an alles exakt stimmen. Denn nur so können sie über viele Jahre hinweg zuverlässig funktionieren.

Bauen mitten im städtischen Alltag

Besonders macht das Projekt in Biel vor allem seine Lage. Die Arbeiten finden direkt im Wohnquartier und in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Anwohner:innen statt.

«Wir müssen nicht nur fachlich hervorragende Arbeit leisten, sondern auch Verständnis für die Anliegen der Menschen vor Ort zeigen», sagt Laura. Baustellen bringen zwangsläufig Einschränkungen mit sich. Umso wichtiger seien eine offene Kommunikation, Rücksichtnahme und ein professioneller Umgang mit den betroffenen Anwohner:innen.

Sichtbare Ergebnisse, die bleiben

Die Leidenschaft für das Bauen begleitet Laura bereits seit ihrer Kindheit. Dass ihr Grossvater ebenfalls in der Bauindustrie tätig war, hat ihr Interesse zusätzlich geprägt. Die Faszination für ihren Beruf ist bis heute geblieben.

«Wir schaffen Infrastruktur, die im Alltag selbstverständlich erscheint, deren Bedeutung aber enorm ist», erzählt sie. Ob Flughafen, Strasse oder Kanalisation – viele dieser Bauwerke werden erst dann wahrgenommen, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Besonders motivierend findet Laura, dass die Resultate ihrer Arbeit täglich sichtbar werden. Gemeinsam mit dem Team arbeitet sie auf ein konkretes Ziel hin und erlebt Schritt für Schritt, wie aus Planung Realität entsteht.

Genau dieses Zusammenspiel aus Technik, Teamarbeit und sichtbaren Erfolgen macht das Bauwesen für sie bis heute so spannend.

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